Updates zu Windows 7 hinzufügen

Wir benutzen an der Uni opsi, um Windows samt Software auf die Rechner zu bekommen. Das klappt meistens auch ganz gut. Was jedoch nervt – und so nichts mit opsi zu tun hat – ist, dass nach dem Aufsetzen der Rechner erst mal zig Sicherheitsupdates nachinstalliert werden müssen – das muss besser gehen.

Geht es auch: Microsoft schreibt dazu im Technet recht viel, aber keine Anleitung für ganz eilige :-) Und damit ich beim nächsten Mal nicht suchen muss, hier der Ablauf.

Updates für Windows 7 x64 hinzufügen

Die folgende Anleitung ist auf opsi abgestimmt, aber funktioniert grundsätzlich natürlich auch ohne…dann muss man halt nur wieder ein ISO bauen, wo die ausgetauschte Image-Datei drin liegt…

0. Vorbereitungen

Die WIM-Datei (also das Datei-Image), dem die Updates hinzugefügt werden sollen, liegt bei opsi unter $depot$/win7-x64/installfiles/sources/install.wim

Diese Datei kopiert man in sein lokales Arbeitsverzeichnis  – hier C:\mkup (geht bestimmt auch übers Netz, aber so waren die Pfade kürzer ;-) ).

Und schliesslich benötigt man noch das WAIK. Das gibt es bei Microsoft als kostenlosen Download. Für diese Anleitung wird effektiv nur das Kommandozeilen-Tool dism gebraucht.

1. Image-Index bestimmen

Mit einer Windows-DVD (nichts anderes liegt unter installfiles/sources) kann man im Regelfall mehrere Versionen installieren (Home, Pro, usw.). Um die richtige Version zu bearbeiten (wir verwenden Pro), muss man herausfinden, wie diese intern referenziert wird – das geschieht über die Index-Nummer.

2. Image mounten

Das Image mit der richtigen Index-Nummer (die aus Befehl 1 ;-) )wird jetzt in ein Verzeichnis gemountet, damit es beschrieben werden kann

3. Updates hinzufügen

Die Updates (wo auch immer die her sind – siehe weiter unten) liegen unter in diesem Fall unter C:\updates. Mit dem folgenden Befehl werden diese dem gemounteten Image hinzugefügt. Dazu müssen die Updates entweder als cab- oder msu-Datei vorliegen.

4. Image wieder packen

Mit dem letzten dism-Befehl werden die veränderten Dateien aus dem gemounteten Verzeichnis wieder in die install.wim gepackt.

5. Abschluss

Als Letztes wird die Imagedatei mit den Updates (install.wim) wieder nach $depot$/win7-x64/installfiles/sources/install.wim kopiert und gegebenenfalls werden mit

Rechte korrigiert. Danach kann die Installation eines Windows 7 mit allen Updates beginnen…

Was nicht soo toll ist

Was mich bei dem ganzen Ablauf noch stört: Die gewünschten Updates bekomme ich bei MS nicht soo einfach: Der empfohlene Weg ist scheinbar über den Update-Katalog, aber da wird man doof: Keine richtige Filtermöglichkeit ala “Alle Sicherheitsupdates für Windows 7 x64″ (klar, ich kann “Windows 7 Sicherheit” eingeben, wie das auf den MS-Seiten steht….aber die 1000+ Treffer möchte ich nicht durcharbeiten…).

Dann könnte ich Treiberpacks nutzen, aber ich will die eigentlich direkt von unserem WSUS-Server bzw. von MS direkt. Behelfsweise realisiere ich das bei uns jetzt über wsusoffline. Dabei gab es aktuell nur das Problem, dass die Updates für .NET nicht verifiziert werden konnten und diese manuell aus dem Katalog von MS geladen werden mussten; weiterhin “fehlen” dann immer noch Updates, da wsusoffline “nur” Sicherheitsupdates installiert.

latitude_Ds

Dell Latitude ST

Neues Spielzeug in der Uni: Der Chef drückt mir gerade einen Tablet-PC von Dell in die Hand…zum testen.

Allerdings lässt die Lust dazu direkt nach dem booten nach, weil nur die Stifteingabe funktioniert, nicht aber die Eingabe der Finger. Zum Glück kann man das in der Systemsteuerung umstellen – wenn einen die Kiste lässt, denn der Atom ist nicht wirklich der beste Freund von Windows 7.

Ausstattung

Aber erstmal zur Hardware selbst: Es handelt sich um ein Latitude ST mit 2GB Ram und einem Intel Atom Z670 mit 1,5 GHz. Als Massenspeicher dient eine 32GB SSD von Samsung (PM810).  Das Display ist laut Dell ein “10,1-Zoll-WXGA-LED-Display (1.280 x 800) mit weitem Betrachtungswinkel und Corning® Gorilla® Glas”.

Als Betriebssystem kommt Windows 7 (32bit) mit SP1 zum Einsatz, was meiner Meinung nach mal überhaupt nicht für den Tablet-Einsatz taugt: Alles fitzelkleine Symbole und eine nicht pixel-genaue (die Dank der kleinen Symbole notwendig ist) Umsetzung meiner Finger- und Stiftbewegungen und -Klicks (und da ich angeblich Stummel-Fummel habe, kann es auch nicht auf zu dicke Finger geschoben werden).

Erster Eindruck

Das war nix :-) Es ist einfach mühsam, mit dem Ding irgendwas zu machen:

  • Surfen über den WebVPN der GWDG, also Benutzername und PW eingeben => Doof: Per Stift eine Strafe für jemanden, der Mutter und Vater erschlagen hat und per Finger…naja, geht, aber selbst auf meinem kleinen Desire geht das flotter,  mit höherer Präzision und mit deutlich besserer Rückmeldung.
  • Navigation auf den Seiten selbst: Irgendwie sind die Gesten einfach doof: Mir scheinen vor und zurück vertauscht zu sein, mal kurz Videos aufrufen, bringt das gesamte System auf die Knie und zeigt bei allen Fenstern “Keine Rückmeldung”. Lahm, lahm, lahm
  • Wenn ich auf ein Eingabefeld klicke, blinkt kurz das Symbol für die Bildschirmtastatur auf. Jetzt heißt es schnell klicken, sonst geht das wieder weg und der Zeiger ist einfach im Feld – und trotz großer Anstrengungen meinerseits klappt die Eingabe von Buchstaben per Gedanken nicht so wirklich gut. Auch das ist bei iOS oder Android wesentlich besser und fließender integriert.
  • Wenn die Tastatur da ist, finde ich sie standardmäßig zu klein, um die mit zwei Fingern schnell zu bearbeiten…doof, doof, doof :-)
  • Der Prozessor scheint auch etwas überfordert zu sein, denn sobald man drei, vier Programme gleichzeitig auf hat, wird alles langsam, Anwendungen reagieren nicht, usw….es wird einen guten Grund haben, dass der einzige HW-Schalter neben Power und der Lautstärke-Regelung ein Shortcut für “STRG-ALT-ENF” ist :-)

Fazit

Irgendwie macht das Latitude ST keinen Spass. Und ich glaube, daran hat Windows 7 nicht unerheblichen Anteil: Was auf dem Desktop gut und stabil funktioniert, ist per Stift noch erträglich zu bedienen und per Finger unbrauchbar. Zu ungenau, zu kompliziert und zu weit hinter den Smartphone-Betriebssystemen zurück. Mal gucken, was Windows 8 zu bieten hat.

Nachtrag – Windows 8

Naja….ist auch nicht besser. Klar, sieht minimal besser aus und da, wo die Metro-Oberfläche da ist, ist die Bedienung per Finger auch besser. Aber das ist halt (noch?) nicht überall der Fall und gerade solch zentrale Dinge wie der Filemanager sind analog zu Win XP/Windows 7. Und das man per USB-Stick alle Windows 7-Treiber auf das Tablet laden muss, weil es keine nativen von Win 8 gibt macht die Sache nicht besser. ;-)

Powershell und NTFS

Es geht wieder einmal um meine beiden Lieblingsthemen Microsoft und BlueArc. Seit nunmehr einem Jahr liegen unsere Daten auf dem BlueArc Mercury System und werden von dort via NFS zur Verfügung gestellt. Für die Windowsclients gibt bzw. gab es bisher zwei BSD-Samba Server die eben diese NFS-Freigabe weitergeleitet haben. Natürlich beherrscht das Mercury auch CIFS und der Zwischenschritt über Samba war noch von dem Vorgängersystem. Wie auch immer, sollen die Verzeichnisse nun direkt vom Mercury kommen sowohl für CIFS wie auch NFS für unixbasierte Clients. Das ist in der Theorie kein Problem und steht auch schön im Hochglanzprospekt beschrieben. In der Praxis funktioniert das auch für ein frisches Dateisystem mehr oder minder problemlos, sofern man dem NFS-Teil einfach sagt er solle sämtliche Rechteänderungen einfach in die Tonne treten und die NTFS-Vorgaben umsetzen, ansonsten kann es schon mal sein das man sich mit chmod/chgrp/chown ein paar Zugriffsrechte zerlegt, teilweise auch rekursiv, was man vermeiden möchte.

Gut, wir haben nur halt kein frisches Dateisystem sondern 35.000 Accounts mit 36.000.000 Dateien. Mein Vorschlag zu behaupten der Plattenstappel wäre abgebrannt und man hätte auch kein Backup um es wieder herzustellen damit man bei Null anfangen kann, wurde leider nicht angenommen.
Zusätzlich sollte es noch einige Umstrukturierungen im Active Directory geben, genauer gesagt eine Reorganisation der Nutzerobjekte in neue OUs.
Damit verbunden dann auch gleich eine neue Primärgruppe der Nutzer, womit sich auch die Gruppe unter Unix ändert.
Da unsere Nutzerobjekte alle vom Novell eDirectory verwaltet werden, muss man da nur ein paar Kleinigkeiten ändern und für Neuanlagen hat man das dann erledigt. Die Bestandskunden möchte man aber dann doch aus Perfomancegründen lieber direkt im AD ändern, da ich inzwischen die Powershell ja ganz nützlich finde, war das auch relativ einfach und sieht so aus:

Bisher waren die Nutzer je nach Nachname in die OU=A-L bzw. M-Z einsortiert, jetzt werden sie in eine OU mit dem ersten Buchstaben der UID eingegliedert. Damit haben nun also Nutzerobjekte ein neues Zuhause, einen neuen Windowsprofilpfad, eine Neue gidNumber und ein neues UnixHomeDirectory. Problem eins gelöst ;)

Problem Nummer Zwei war dann etwas hartnäckiger, wie erstellt man für dieses vollgemüllte Dateisystem nun sauberer ACLs? Auch da fangen wir erstmal klein an, erstmal setzen wir die Primarygroup um und weil es dafür auch chgrp tut, anstatt das irgendwo unter Windows zusuchen startet man einfach mal “chgrp -R 1000513 /home” im Screen und wartet dann halt 3 Tage bis das fertig ist …

Währenddessen überlegt man sich dann wie man neue Verzeichniss über die Powershell mit entsprechenden ACLs anlegt und das sieht dann so aus:

Damit wird ein neuer Securitydescriptor erzeugt mit Full-Control-Rechten für den Besitzer, Domainadmins und Admins der Admins sowie als Veranschaulichung Read&Only für eine Nutzer unter dem das Tapebackup laufen könnte. Dazu noch Owner und Groupinformation geändert, neues Verzeichnis erstellen, die ACL da drüber bügeln und schon haben wir ein schönes neues Homeverzeichnis mit feinen vererbaren NTFS-Regeln.

Problem Drei wie bekommt man diese Regeln jetzt in das bestehende Dateisystem? Tja und hier hab ich dann einfach mal nach 3 Tagen keinen Bock mehr gehabt -.-
Setzt man diese Regel nämlich auf ein bestehendes Verzeichnis, dann vererbt er zwar den Owner auf sämtliche Children, die ACL aber aus einem mir unerfindlichen Grund nicht. In der GUI kann man dann einen Haken setzen “Apply for all Children bla” und angeblich erwischt man den auch über irgendein WMI-Object, aber anscheinend hat das noch niemand in der Realität probiert. “Best-Practice” ist ein:
get-chiditems $Homedir | for-each { set-acl -path $_.fullname }
oder ähnlich, das dauert dann halt leider auch nur etwa 5 Minuten pro Account, statt der 5 Sekunden die das Häckchen in der GUI braucht, naja dafür muss ich nicht 35 tausendmal auf OK klicken.

Linux und Dell

Wie Niels schon auf einer Unterseite berichtete, haben wir im Sommer unsere betagten Latitude E6400 gegen etwas aktuellere Hardware eingetauscht, das Latitude E6220. Mir war diesmal wichtig, dass das Gerät klein und stromsparend ist… also im Vergleich zum besagten E6400 welches ich mit einer halbwegs performanten NVidia-Grafikkarte konfiguriert hatte.

Kleiner ist es, nur noch etwas über 12 Zoll, statt 14; kein interens optisches Laufwerk (und auch nicht als extern, weil nicht mitbestellt …); etwas leichter ist es auch und die Akkulaufzeit liegt mit über 4 Stunden deutlich über den 20 Minuten die mein alter gehalten hat (der im Auslieferungszustand auch nur knapp über 2 Stunden hielt). Der Core-i5 ist ausreichend schnell um nicht zu sagen, schneller als mein Spielrechner daheim und die Intelgrafik reicht für Bürozeug mehr als aus, Filme schafft die sicher auch hab ich aber noch nicht getestet. Die meiste Zeit arbeite ich damit tatsächlich, daher ist auf der Festplatte auch nur ein Debian/Testing installiert..
Wie ich das installiert habe weiß ich gar nicht mehr, aber als Niels seines neulich neuinstallieren wollte, ging das nicht so auf anhieb. Ich glaube damals einfach eine Testing-CD auf einen USB-Stick kopiert zu haben, möglich wäre aber auch eine Installation über mein Diskless-Linux zu Hause … war nicht mehr nachvollziehbar, anscheinend war ich an dem Tag betrunken :/

Bis auf anfängliche Abstürze die mit irgendeinem Kernelupdate behoben waren, hatte ich auch keine Probleme bis ich letzte Woche das BIOS updaten wollte. Das ist zwar unter Linux auch schon eine Weile möglich und Dell selbst bietet hier dafür eine Anleitung, Tools und entsprechende Firmwarebinaries, aber natürlich nicht für das E6220 ..
Dann gibt es zumindest noch das Delltechcenter das mir auch unbekannt war, wo man für Windows CAB-Dateien findet die man in WinPE einbauen kann, das half mir nur auch wieder nicht, weil da auch keine Firmwarebinaries drin waren..

Also mittels WAIK mal eben einen USB-Stick mit WinPE zusammengefrickelt und die beiden Windows-Bios-Updates mit drauf kopiert, fertig … naja fast. Der USB-Stick hat sich da irgendwie immer etwas quer gestellt, weil da schon diverse Bootloader ihre Spuren hinterlassen hatten. Da sei nur der Hinweis auf Diskpart gegeben, das ist mehr oder minder selbsterklärend um eine Primärpartition anzulegen und mit Fat32 zu formatieren, ja ich weiß das geht auch in bunt -.-

Dann kopiert man da halt mit xcopy oder was auch immer seine von copype erstellten Dateien drauf, hängt den USB-Stick an den Laptop und bootet und ein paar Augenblicke später hat man dann auch die aktuelleste BIOS Version und nicht mehr die A01

Kundenservice

Ich finde Unternehmen ja toll, die einem Rundum-Sorglos-Pakete verkaufen, wo ich mir als Kunde überhaupt keine Gedanken mehr machen muss. Sowas wie Pizzalieferdienste, da klicke ich im Internet etwas zusammen, 15 Minunten später klingelt es an der Tür und ein freundlicher Mensch überreicht mir eine warme Mahlzeit. Kabeldeutschland, obwohl sich viele darüber beschweren, Internet+Telefon+Fernsehen, das bestellt man, 2 Tage später schliesst das ein Techniker an und dann hat man nie wieder Probleme damit (ich hab nur einen etwa 4 stündigen Ausfall in 2 Jahren erlebt und der war mitten in der Nacht).
Dann gibt es Unternehmen die werben noch mit günstigen Preise wie eine größere Elektronikmarktkette, deren Service einfach nur mies ist. Anno 2003 hatte ich da mal angefragt ob die eine Cherrytastatur mit USB-Hub und englischer Sprache liefern können, Preis egal, da hab ich nie eine Antwort bekommen obwohl die zu dem Zeitpunkt angeblich einer der größeren Cherry Vertragspartner waren. Neulich hab ich beim stöbern im Laden ein nettes 5.1-Heimkinosystem gesehen, von dem ich wußte das es das gleiche Gerät bei Amazon etwa 80€ billiger gibt, aber die wollten nicht so recht mit sich handeln lassen oder anders gesagt denen ist mein Geld wohl nicht gut genug…

Da wir an der Universität im Prinzip ja auch nur ein Serviceanbieter sind, stellt sich die Frage wie und in welchem Umfang bietet man Service überhaupt an. Darüber diskutieren wir schon eine ganze Weile, leider bisher ohne konkretes Ziel.
Als Kunde wünsche ich mir das eigentlich in etwa so:
Ich möchte ein Produkt erwerben oder einen Service in Anspruch nehmen, z.b Winterreifen kaufen und wechseln lassen. Dann möchte ich das mich ein Mitarbeiter zu den Produkten berät, mir als Laien im Automobil bereich also sagt welche Reifen ich auf meinem Fahrzeug überhaupt fahren darf, was die Vor und Nachteile sind etc.
Ich möchte nicht das mir der Servicemitarbeiter verschweigt, das sie die von mir gewählten Felgen erst beschaffen wenn das noch 3 andere Kunden ebenfalls tun. Entsprechend bin ich dann, trotz meiner zurückhaltenden, ruhigen Art, sauer wenn ich nach 3 Wochen mal Frage wie der Stand ist und mir ein anderer Mitarbeiter sagt, das die Bestellung hier noch rumliegt, weil eben kein anderer Kunde soetwas in dieser Saison kaufen will… Also die Reifen schon, nur die Felgen halt nicht, aber wer kauft schon häßliche Felgen aus dem Angebot wenn man für 100€ mehr auch passabel aussehende bekommen kann?
Aber der zweite Mitarbeiter hat sich dann sehr viel Mühe gegeben, mich als Kunden zufrieden zustellen: nach 10 Minunten bekam ich einen Rückruf mit der Nachricht, innerhalb von 4 Tagen, sprich zum heutigen Freitag wären die bestellten Räder Vor-Ort und könnten montiert werden.

Da wußte er allerdings noch nicht, das die Felgen dann zwar in Göttingen sind, aber ohne Reifen, die waren oder sind, nämlich noch auf dem LKW -.- Das konnte man mir natürlich nicht schon mitteilen als ich fast pünktlich mein Auto beim Service abgegeben habe… ich war also wieder etwas schlecht gelaunt, ich denke zurecht. Zum Glück sieht sich das Unternehmen BMW wohl auch als Kundenfreundlich, nach etwas rumtelefonieren stellt sich heraus das die Reifen “jeden Moment” ankommen sollten und dann werden die “sofort montiert” … ja schön und was mach ich solang? Das hab ich nichtmal Fragen müssen, da wurde mir schon ein Leihwagen angeboten zumindest für heute.
So stelle ich mir das dann wieder vor, kulant wird mir also ein ähnliches Fahrzeug gestellt damit ich weiter meinem Dingen nachgehen kann, in der Hoffnung das sich bis zum Feierabend die Sache klärt, damit ich ein zufriedener Kunde bin.

Sei zu erwähnen das ich heute das erste Mal Automatik gefahren bin und nachher noch fahren werde, das Faceliftmodel sieht zwar schon etwas netter aus und das Navi ist wohl ein witziges Spielzeug. Negativ aufgefallen ist mir der Sitzkomfort der Ledersitze, da sind meine Sportteile irgendwie sehr viel angenehmer, außerdem weiß ich nun die Parksensoren vorn zu schätzen, die hat der geliehene nämlich leider nicht.
Tiptronic ist jedenfalls nichts für mich, obwohl ich die Idee cool fand und rein Automatik ist auch nichts für mich, weil ich (gedanklich woanders) beim halten dann auch mal eine Vollbremsung mache, sprich die Bremse ins Bodenblech trete statt der nicht vorhandenen Kupplung.  Ein Gimmick was mir dann wieder fehlt sind die elektrisch anklappbaren Außenspiegel, dafür gefällt mir die neue Form nicht, naja ..
Allerdings bin ich  ja auch nur ein paar Kilometer damit gefahren, vieles ist da sicher einfach Gewöhnung. Ein paar Tage hab ich ja auch gebraucht um mich von Opel auf BMW umzustellen und jetzt frag ich mich wie ich den Corsa so lang ausgehalten hab, allein wegen der Klimaautomatik .. naja und der 177 PS die einen recht flott Richtung 230Km/h bringen, statt der 60 die mit gutem Willen 170 Km/h geschafft haben.

opsi-makeproductfile

Softwareverteilung mit opsi – Spass mit cpio

Wir setzen bei der Arbeit auf opsi, um die Software auf die Windows-Rechner zu bekommen. Das klappt auch meistens ganz gut: Die Pakete sind – solange Silent- bzw. unattended-Installationsverfahren von der jeweiligen Software unterstützt werden – schnell gebaut. Jedenfalls die meisten.

Aber da die Studierenden neben kleineren Programmen wie einem PDF-Viewer auch noch die großen Keulen wie Photoshop oder SAS (Statistiksoftware) wollen, werden die Pakete mittlerweile recht  groß…zu groß, wie wir festgestellt haben: Das Programm opsi-makeproductfile arbeitet zwar fleißig ‘ne halbe bis ganze Stunde vor sich hin, um beispielsweise die 14GB SAS mit Schleife und allem zu verpacken, spuckt am Ende aber nur ein 1KB großes Opsi-Paket aus, dass mal einfach nix macht – was nicht verwundert, fehlen dem kleinen Bytes doch ein, zwei, viele Spielkameraden.

Um den Server als Ursache auszuschließen habe ich auf meinem Arbeitsrechner fix eine virtuelle opsi-Server-Instanz aufgesetzt: 50 GB Plattenplatz, 6GB RAM und ordentlich Platz auf /tmp und SWAP sollten ja ausschließen, dass da was an Speichergrenzen gerät. Aber leider war der “Erfolg” der gleiche wie auf dem Server – 1KB lächeln einen freundlich an.

Folglich muss es irgendwo eine Software-Grenze geben und die war dann auch Dank des Internets schnell gefunden: Standardmäßig nutzt opsi cpio anstelle von tar, um die Pakete zu erzeugen. Fand ich immer super, cpio wird u.a. auch bei Archlinux für die Ramdisk genutzt, klingt modern,super und gut. Aber: Im Gegensatz zu tar gibt es diverse maximale Dateigrößen. Und die reißt ein SAS-opsi-Paket mit 14 GB einfach mal alle. 2GB, 4GB oder 8GB – alles ist im Angebot und alles ist mal einfach viel zu wenig.

Zum Glück kann man opsi sagen, dass cpio durch tar ersetzt werden soll. Wenn man opsi-makeproductfile mit dem Parameter “-F tar” aufruft, klappt es auch mit großen Paketen. Mal gucken, ob sich der Aufwand gelohnt hat und das Programm sich vernünftig installiert…ansonsten stehen mehr als 100 Rechner an, die von Hand betankt werden dürfen….und alle so yeah!

Hätte ich bloß auf meinen Papa gehört …

Letztes Jahr hat mich mein Papa noch gefragt ob ich mein kleines Auto verkaufen möchte, weil ich dem mal eine Innenraumreinigung verpasst habe, tja hätte ich da mal auf Papa gehört :(
Noch guter Dinge hatte ich dem kleinen Opel Corsa Grand Slam  im Winter noch neue Reifen gegönnt und vor zwei Monaten dann noch neue Sommerschüchen, weil ich damit gerechnet hatte, dass das Auto einfach nicht sterben will. 16 Jahre ist der nun alt und trotz intensiver Nicht-Pflege meinerseits und einem für diese Fahrzeug nicht zuträglichem Fahrstil war nie irgendwas großartig kaputt.
Leider mußte ich am vergangenen Mittwoch den TÜV aufsuchen, weil irgendwie im Fahrzeugschein Mai/2011 als nächster HU/ASU Termin vermerkt war und der nette Mensch war leider nicht so sehr begeistert. Zwei rostige Stellen die ausgebessert werden sollten und neue Stoßdämpfer sollte ich mir auch besorgen …
Da ich  von Autos keine Ahnung hab, hatte ich noch gehofft das würde sich finanziell in einem erträglichen Rahmen wiederfinden … genaugenommen hat es das eigentlich auch, der Ortsansäßige Opellieferant würde gern 800€ für die Reparatur haben und 1000€ hatte ich mir eigentlich als Grenze gesetzt, die ich noch bereit wäre zu zahlen um noch zwei Jahre mit dem kleinen Gefährt unterwegs zu sein…
Naja meine Mutter meinte dann das lohnt sich nicht und ich hab eh schon eine ganze Weile wieder mit dem Gedanken gespielt mir ein neues Auto zu kaufen, da ich weder vom Opel allgemein noch dem Corsa im speziellen wirklich überzeugt war. Eigentlich mochte ich den Corsa überhaupt nie, aber nach dem ich den irgendwann mal in einem Graben geparkt hatte, hat es sich irgendwie ergeben das er in meinen Besitz überging..
So sah der ungefär aus: Opel Corsa Grand Slam

Lange Rede kurzer Sinn, am Samstag war ich also bei einem örtlichen Automobilverkäufer eines süddeutschen Herstellers und habe mich dort mal etwas umgeschaut was es denn dort an halbwegs bezahlbaren Fahrzeugen gibt… Auch da hatte ich eine Schmerzgrenze die ich knapp überschritten habe -.-
Wie in jedem anderen Geschäft sollte man niemals dem Verkäufer signalisieren das man etwas unbedingt möchte, das ist eine ganz schlechte Ausgangsbasis für Verhandlungen, was auch der Grund ist warum ich kein Poker spiele :/
Auf dem Hof also 4 Fahrzeuge etwas genauer betrachtet, das erste war eine schwarze Limousine mit einem vermutlich ausreichendem Dieselaggregat, die anderen drei jeweils Kombis. Ein Benziner in Montegoblau und höchstwahrscheinlich sehr sprithungrigem 200+ PS Motor sowie zwei fast identische Kombis in Sparkling Graphit Metallic, einmal als 105KW Benziner und einmal in der 130KW Dieselausführung …
Da ich mich immer nicht entscheiden kann, hab ich das mal wieder halbwegs geschickt outgesourced und den blauen besser gleich verschwiegen, zur Wahl standen also schwarz oder graphit und es wurde sich für graphit entschieden, damit war die Limousine dann raus und es stand fest es wird ein Kombi.
Am Montag dann den Nachmittag für eine Probefahrt freigenommen und zunächst den Benziner knapp 100km durch die Gegend bewegt, ehrlicherweise muß ich ja zugeben das die Fahrleistung für mich mehr als ausreichend ist, zumal man bedenken muß was ich vorher gefahren hab, aber etwas enttäuscht war ich doch.
Grad als ich nach zweistündiger Fahrt auf den Hof zurückkam begrüßte man mich schon mit den Schlüsseln für den Diesel und viel konnte ich auch nicht sagen, bevor ich damit fast schon weggescheucht wurde … naja, ich war noch nicht ganz vom Gelände wieder runter als sich dann der versprochene Slogan  ”Freude am Fahren” mit einem relativen breitem Grinsen eingestellt hat. Viel muss ich von der zweiten Fahrt nicht erzählen, man merkt nicht wirklich wie schnell man unterwegs ist, da muß man schon auf den Tacho schauen … die 200 überschreitet er jedenfalls ziemlich spielend und überholen macht auf der Landstraße dann auch Spass.
Man muß mir sehr deutlich angesehen haben, das ich die Schlüssel nicht mehr hergeben wollte, es hat jedenfalls nicht lang gedauert bis ich bereitwillig die Unterlagen unterschrieben habe um das Fahrzeug in ein paar Tagen dauerhaft fahren zu dürfen.
Und so sieht der neue dann aus: BMW 320d TouringWenn nichts dazwischen kommt, werde ich den wohl am kommenden Freitag in Empfang nehmen dürfen. Viel muß man zu dem Wagen nicht sagen, erst 3 Jahre alt und lächerliche 54.000km auf den Tacho, was für einen Diesel wohl bedeutet das er grad erst eingefahren ist Oo
Dazu ein paar ganz nette Extras wie Klimaautomatik, Einparkhilfe vorn und hinten, Sportsitze und anderen Schnickschnack, der sich dann leider etwas negativ auf den nicht weiter erwähenswerten Preis ausgeübt hat .. aber ich bin sicher ich werd damit eine Menge Freude haben :D

Systemumstellung und Stromabschaltung im Rechenzentrum

Niels hatte es ja im letzten Artikel schon verkündet: unser Diskless Linux ist nun auf einem aktuellem Stand am Campus im Einsatz. Wenn man berücksichtigt wie ausführlich wir das System getestet haben, sind erstaunlich wenige Fehler bisher aufgetreten. Ein kleines Missgeschick geht dabei natürlich wieder auf mein Konto… Das setzen der Uhrzeit sollte man erledigen, bevor man versucht sich am AD anzumelden, ansonsten kann das dazu führen das es behauptet die Abweichungen zwischen den Uhrzeiten sei zu groß. Etwas hinderlich ist es dann wenn man nicht genau weiß ob man die Systemzeit auf UTC oder GMT+1 (+/- Sommerzeit) setzen muß, aber das werde ich wohl noch in den nächsten Tagen herausfinden. Ansonsten hab ich nur vergessen 4 Rechner im AD einzutragen, das hab ich heute mal nachgeholt…

In der Nacht vom Freitag auf Samstag im Rechenzentrum der Strom abgestellt, das wurde lange vorher angekündigt und entsprechend von uns ebenso generalstabsmäßig geplant. In der Realität hab ich einfach gegen 23 Uhr nacheinander unsere Server heruntergefahren und der Plan war es am Samstag gegen neun bei der GWDG aufzuschlagen um die Server wieder einzuschalten… der Plan ging leider nicht so ganz auf, aus irgendeinem Grund habe ich verschlafen was möglicherweise mit dem Konsum von alkoholhaltigen Getränken zu tun haben könnte :/
Also etwas verspätet im Maschinensaal unsere Server wieder eingeschaltet und bei zweien festgestellt das der Bootloader kaputt ist, dummerweise natürlich ausgerechnet der LDAP-Server … hat leider auch etwas länger gedauert, aber gegen 12 Uhr lief wieder alles und das war auch die Uhrzeit die ich angekündigt hatte. Kurz noch in der SUB vorbeigeschaut um mich persönlich davon zu überzeugen, dass unsere Studierenden wieder arbeiten können und dann gemütlich nach Hause gedackelt …
Um kurz vor 15Uhr hatte dann noch mal Daniela angerufen und mitgeteilt, dass es noch kleine Probleme mit einigen Nutzerkonten gibt, also nochmal kurz in die SUB gefahren, weil ich von zuhause nicht an die Server komme -.- Das Problem konnte dann auch relativ schnell gelöst werden und lässt nur die Frage offen warum ich ein dienstliches Mobiltelefon habe, wenn man mich eh auf meinem privatem Handy anruft Oo
Sonntag gab es dann noch ein klitzekleines Rechteproblem  auf dem Webserver, da gehörte irgendwie das mysql-Verzeichnis nicht mehr dem mysql-Nutzer.. naja Voodoozeug halt, auch etwas womit ich mich beschäftige sollte ich mich irgendwann mal wieder langweilen.

Und als Notiz an mich selbst: beim nächsten GWDG-Besuch mal ein aktuelles Bild vom Serverschrank machen, vor allem die Verkabelung auf der Rückseite. Das ist ein abschreckendes Beispiel wie man es nicht machen sollte..

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DINO 2011 goes live :-)

Spätestens morgen früh ist es soweit: Das neue DINO-System bootet auf allen Linux-Terminals von studIT. Was genau DINO ist (und warum es so cool ist :-) ) wollen Dennis und ich nach und nach hier erklären.

Die wichtigsten Neuerungen gegenüber der alten Version (neben aktualisierter Software – versteht sich) sind der Wechsel weg von Ubuntu zurück zu Debian Stable (mit einigen Paketen aus Linux Mint Debian Edition), die Nutzung des Uni-ADs als Kerberos-Dienst und der anonyme, beschränkte Gast-Zugang zum Angebot der SUB Göttingen – auch auch dazu werden wir bestimmt noch jeweils gesondert was schreiben oder aber auf die Seiten von studIT verweisen (ist ja egal, wo wir die Info schreiben…).

Und zum Schluss wieder mal die “lustige” Erkenntnis, dass alles Testen – diesmal mit 15 unserer Mitarbeiter – nicht alle Fehler abdeckt. Highlight vom 2011 Release ist bisher, dass wir den unwahrscheinlichen, wohl eher nicht nachgefragten und überhaupt völlig abwegigen Fall, das die Studierenden Drucken wollen….so nicht auf dem Schirm hatten… Dank an Heiko, der uns Montag abend, kurz nach 17:00 Uhr noch daran erinnert hat. Und nachdem das Print-Paket von xfce4 nachinstalliert war und Niels sämtliche falsche Schreibweisen, die cups so erlaubt, durchprobiert hatte, lief auch das Drucken wie gewünscht.

(Das ich beim Konfigurieren der Accounts den Fall, dass auch mal nichts zu machen ist, wenn das Ding aktuell ist, vergessen habe, ist jetzt zwar auch nicht eine meiner Sternstunden, aber ist jetzt ja auch schon behoben….und morgen mache ich eine Grafik, damit der Überblick mal wieder da ist ;-) )

Sucker_Punch_poster

Sucker Punch

Boah, ist der Film schlecht. Eigentlich zumindest. Jedenfalls wollte ich das direkt nach dem Film schreiben. Aber mit etwas Abstand…

…ist das Ding immer noch schlecht. Klar: Der Soundtrack ist super und stimmig und viele Bilder sind einfach nur cool. Aber warum muss man so eine doofe Pseudo-Handlung einbauen und doofe Off-Kommentare.

Denn die Action-Sequenzen finde ich – in aller comic-haften Übertreibung – einfach gut: Ob jetzt im Alternativ-Universum-Erster-Weltkriegs-Szenario Zombie-Dampf-Soldaten mit M4-Sturmgewehren und Mechs ins Alternativ-Universum-Erster-Weltkriegs-Szenario-Zombie-Dampf-Soldaten-Jenseits geballert werden oder die vier Damen vom Grill den Orks zeigen, wie das ist, wenn man nicht gegen zwei Mimimi-Hobbits kämpft – die Bilder und die Sequenzen stimmen, der Kameramann weiß, wo der Fokus liegen soll und die Musik passt super (gut, die Kulissen sehen irgendwie alle geklaut aus [Dragonheart und I Robot lassen grüßen]…egal, von den Bildern passt es…ja, der Schnitt ist manchmal auch etwas zu hektisch…aber das hier soll der Absatz mit den positiven Sachen sein…also Schluss jetzt).

Aber (ein Wort, dass in diesem Text viel zu häufig vorkommt) dann die doofe, doofe, idiotische Rahmenhandlung. Mit Pseudo-Charakterentwicklung (Nein, wir können das nicht tun…Ja, wir schaffen das…boah!) und nervigen Verschachtelungen. Ich fand die Laberei in 300 ja schon bescheuert und aufgesetzt und dann treibt er das hier noch weiter…in 300 war das Gerede wenigstens innerhalb der Action, als Off. Ne, in Sucker Punch wird während, neben, vor, über und beim Nachbarn der Handlung sinnlos Luft für noch sinnlosere Worte verbraucht.

Also heißt es warten auf den Director’s Cut oder aber den Viewer’s Cut – nur Action, keine doofe Rahmenhandlung…nur Babes, Waffen und Alternativ-Universum-Erster-Weltkriegs-Szenario Zombie-Dampf-Soldaten-Orks.

[xrr rating=3/5]