Wir setzen bei der Arbeit auf opsi, um die Software auf die Windows-Rechner zu bekommen. Das klappt auch meistens ganz gut: Die Pakete sind – solange Silent- bzw. unattended-Installationsverfahren von der jeweiligen Software unterstützt werden – schnell gebaut. Jedenfalls die meisten.

Aber da die Studierenden neben kleineren Programmen wie einem PDF-Viewer auch noch die großen Keulen wie Photoshop oder SAS (Statistiksoftware) wollen, werden die Pakete mittlerweile recht  groß…zu groß, wie wir festgestellt haben: Das Programm opsi-makeproductfile arbeitet zwar fleißig ’ne halbe bis ganze Stunde vor sich hin, um beispielsweise die 14GB SAS mit Schleife und allem zu verpacken, spuckt am Ende aber nur ein 1KB großes Opsi-Paket aus, dass mal einfach nix macht – was nicht verwundert, fehlen dem kleinen Bytes doch ein, zwei, viele Spielkameraden.

Um den Server als Ursache auszuschließen habe ich auf meinem Arbeitsrechner fix eine virtuelle opsi-Server-Instanz aufgesetzt: 50 GB Plattenplatz, 6GB RAM und ordentlich Platz auf /tmp und SWAP sollten ja ausschließen, dass da was an Speichergrenzen gerät. Aber leider war der „Erfolg“ der gleiche wie auf dem Server – 1KB lächeln einen freundlich an.

Folglich muss es irgendwo eine Software-Grenze geben und die war dann auch Dank des Internets schnell gefunden: Standardmäßig nutzt opsi cpio anstelle von tar, um die Pakete zu erzeugen. Fand ich immer super, cpio wird u.a. auch bei Archlinux für die Ramdisk genutzt, klingt modern,super und gut. Aber: Im Gegensatz zu tar gibt es diverse maximale Dateigrößen. Und die reißt ein SAS-opsi-Paket mit 14 GB einfach mal alle. 2GB, 4GB oder 8GB – alles ist im Angebot und alles ist mal einfach viel zu wenig.

Zum Glück kann man opsi sagen, dass cpio durch tar ersetzt werden soll. Wenn man opsi-makeproductfile mit dem Parameter „-F tar“ aufruft, klappt es auch mit großen Paketen. Mal gucken, ob sich der Aufwand gelohnt hat und das Programm sich vernünftig installiert…ansonsten stehen mehr als 100 Rechner an, die von Hand betankt werden dürfen….und alle so yeah!

Softwareverteilung mit opsi – Spass mit cpio
Markiert in:    

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.