Da ich dazu neige alles mögliche zu vergessen, was ich nicht irgendwo notiert habe und Google uns bei der Suche immer brav hilft, möchte ich hier mal wieder in ein paar Zeilen die Geschehnisse der letzten Wochen festhalten.

Den Witz mit der FX160 brauch ich nicht zu erwähnen, ich versteh nicht wieso eine Grafikkarte kein DVI unterstützt obwohl ein DVI-Port vorhanden ist, ist mir auch egal.
Nach einigen Stunden des Feintunings an unserem Diskless Debian, haben wir am vergangenen Montag ein paar Freiwillige das System testen lassen insgesamt ist es wohl bereit für den Produktiveinsatz. Ein paar kleine Bugs gab es noch zu beseitigen, von meiner Seite waren das natürlich wieder absolute Perlen administrativen Nicht-könnens. Herr Hinke, also ich, ist der Meinung den Kernel könnte man wenigstens schon noch selbst übersetzen und das tue ich auch gern und häufig. Ich vergesse dann nur ab und zu die Zielgruppe aus den Augen, so wurde mir freundlich mitgeteilt, dass Cardreaderunterstützung schon eine feine Sache ist im 21. Jahrhundert. Die Ausrede das ich keine Module kompiliere die ich selbst nicht benutze wurde nicht akzeptiert ..
Das hat natürlich direkt Fehler 2 hervorgerufen, nicht funktionierende udisks mit Active-Directory Accounts. Dazu sei nur erwähnt das der nscd vor dbus starten sollte, dann funktioniert es auch, zumindest in der Theorie. In der Praxis benötigt der eingesetze XFCE noch HAL, welches über PolicyKit gestartet werden soll und das tut es auch nachdem sich jemand einloggt.
Irgendwann ist mir aufgefallen das immer nach dem ersten Login das automagische Mounten von Laufwerken nicht klappt, weil HAL anscheinend zu spät startet. Die häßliche Lösung: hald –daemon=yes in die rc.local schreiben, mit der nächsten XFCE-Version fliegt das eh raus …
Der dritte Fehler war es dann sich darauf zu verlassen das man bei der Installtion schon drauf geachtet hat, das die Abhängigkeiten von sysv-rc alle geklappt haben. Nach dem nun die Uhrzeit synchronisiert wird, bevor man sich am AD anmeldet klappt das nun auch fehlerfrei. Zusätzlich ist die Bootzeit jetzt auf knapp 25 Sekunden herunter, was ich schon ganz in Ordnung finde.

Heute Nachmittag hab ich mir dann vorgenommen den Beweis anzutreten, dass das System auch Distributionsunabhängig ist und wollte Archlinux aufsetzen, mehr als das Basissystem hab ich aber auch nicht installiert, zwischendurch hab ich aus versehen noch ein LVM kaputt gespielt. Merke lvresize führt nicht selbstständig rezisefs aus … naja, das steht auch in jedem HowTo und in der manpage, aber wer liest sowas schon vorher?
Stattdessen hab ich neben Squeeze i386 ein amd64 aufgesetzt. Sobald dort unsere angegepassten Pakete eingespielt werden, könnte man also darüber nachdenken auf den x86-64 Clients ein 64-Bit System anzubieten.

Ein Gedanke ging mir noch durch den Kopf, ob man anhand des dhcp-request Pakets das Betriebssystem herausfinden kann, damit beschäftige ich mich vermutlich morgen. Hintergrund des ganzen ist eine Dualbootumgebung für den Kursbetrieb. Da beide Maschinen im AD betrieben werden, ich aber noch keine Möglichkeit gefunden habe, eine Windowskeytab „zu klauen“, möchte ich denen einfach je nach Betriebssystem einen anderen Hostnamen zuweisen.

Am Rande sei noch erwähnt das es lustig ist wenn eine Firma sich meldet mit „Hallo der Kollege der ihre Anfrage bearbeitet hat, arbeitet nicht mehr bei uns. Könnten Sie uns ihre Unterlagen noch mal zuschicken? Wir haben nur ein paar unvollständige Notizen gefunden…“, dabei geht es natürlich auch wieder um größeres Projekt und ich frage mich wie sich solche Firmen überhaupt auf dem Markt halten können Oo

Auch lustig ist es, wenn man beim Ausparken aus der elterlichen Hofeinfahrt (mit Mama’s Auto) mit dem Hoftor kollidiert, weil man vergessen hat es vorher auch zu öffnen. Naja ich fand es nicht lustig, meine Mutter schon, zum Glück hab ich nur ein Loch in die untere Plastikheckschürze gefahren -.-

Niels ist ja der Meinung das Wort „lustig“ würde hier, also im Büro, ziemlich inflationär benutzt und wir sollten damit aufhören. Vor allem wenn man damit nicht lustig im Sinne von witzig meint. Eine brauchbare Alternative ist ihm allerdings nicht eingefallen. Da dieses Phänomen allerdings auch im deutschsprachigem EU-Ausland auftritt, scheint es zumindest zu keinen größeren Missverständnissen zu führen. Ich hab zwar manchmal den Eindruck dort versteht man mich auch nicht immer richtig, aber das liegt in den meisten Fällen vermutlich eher an meiner ungeschickten Wortwahl. In den anderen Fällen ist es wohl „nicht verstehen wollen“ oder wie mir gestern mitgeteilt wurde, macht es anscheinend Spass mich (grundlos) zu ärgern -.-

Und weil ich das hier als Notizzettel gerne missbrauche, erinner ich mich grad nochmal daran Dienstag in die Werkstatt zu fahren.

Update: das Archlinux bootet auch, mir war nur nicht klar dass das ein „Profisystem“ ist, wo der grafische Installer laut Herrn I. vim und bash sind…
Ich hab da ja eigentlich nichts gegen, aber von der „hauptsache bunt und shiny“-Fraktion hatte ich etwas anderes erwartet ..

man müsste sich Dinge auch notieren ..

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