Normalerweise sagt man ja, dass Linux auf älterer Hardware besser läuft als „bleeding-edge“-Geräten. Das stimmt aber im Fall des vorliegenden Acer Travelmate 290 eher nicht. Was aber auch an der coolen Konstruktion von Acer liegen könnte 🙂

Aber der Reihe nach: Das Notebook soll unter Ubuntu 10.04 laufen – was es auch tut, wenn man mal von der Wlan-Seite absieht. Die integrierte Intel-Lösung will nämlich nicht….bzw das Acer lässt sie nicht. Das Modul lädt vernünftig, meckert aber über den aktivierten kill switch. Kurzer Blick an die linke Seite – der steht auf „on“.

Dennis (der das Vergnügen hatte, als erster den Auftrag zu bekommen, dass Ding zum Laufen zu bringen) hat schließlich rausgefunden, dass da ein paar Faktoren zusammen kommen: Es gibt ein Tool/Module für die Acer-Notebooks (acerhk), mit dem man die Wlan-Karte aktivieren kann – theoretisch, denn das läuft unter 10.04 nicht mehr und wird auch nicht mehr mitgeliefert. Man könnte es noch selbst kompilieren (aber da sind die Erfolgsberichte in den Foren auch eher durchwachsen), aber spätestens mit 10.10 kämen auch noch ein paar Patch-Aktionen dazu. Kurz: Will man nicht.

Die aktuelle Variante wäre das Modul acer-wmi. Wäre. Denn dazu sind selbstverständlich die BIOS-Tabellen des vorliegenden Travelmates zu alt. Update wird da von den hinteren Plätzen gerufen? Gibt es aber nicht….also wahrscheinlich nicht, denn Informationen oder Bios-Updates auf den verschiedenen Acer-Seiten zu suchen, ist der Horror. Und dazu müsste man ja auch die genaue Bezeichnung des Notebooks wissen….die des vorliegenden Gerätes passt aber auch mehrere Gerätetypen. Oder keins, denn nicht ein Update ließ sich einspielen. Womit auch diese Möglichkeit raus wäre.

Es gibt auch noch ein Module names acer-apci, aber natürlich braucht das auch vernünftige ACPI-Tabellen im BIOS => gehe nicht über LOS 🙁

Gut haben wir uns gedacht, nehmen wir einfach einen handelsüblichen USB-Wlan-Stick. Tja, auch das verhindert das Acer Travelmate konsequent – der kill switch gilt für alle Wlan-Geräte (hier ein kurzer Moment für den gemeinsamen Facepalm).

Egal denkt sich der Niels, dann wird halt das Intel-Module auf die Blacklist gesetzt, denn das liest ja die kill switch Infos aus. Gesagt, getan, Wlan-Stick dran…und…läuft. 🙂 Aber doof ist es natürlich trotzdem, dass man solche Wege gehen muss, um Wlan auf dem Ding zum laufen zu bekommen.

Alte Notebooks und Linux

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