Archiv für den Monat: Juli 2005

seedcake auf dem Fährmannsfest 2006

Es gibt ein paar Dinge im Leben, die jeder Mann mal gemacht haben muss (so sagt man jedensfalls gemeinhin): Baum pflanzen, einen Sohn zeugen, usw. Das Fährmannfest in Hannover gehört zwar nicht dazu, aber musikalisch hat es sich gelohnt..jedenfalls teilweise.

Boah, was für eine doofe Einleitung. Egal, bin müde, mißmutig und unmotiviert. Da meine Freundin aber gerne seedcake hören wollte. hieß es ab ins Auto und auf in den Norden (damit man dies nicht falsch versteht: Ich war nicht dagegen, nach H zu fahren oder mich überhaupt zu bewegen, ich war einfach nur unmotiviert; das ganze Unternehmen war also keine Quälerei der Freundin willens.). Das Wetter war mies, meine Stimmung so halb und die Autobahn schön voll mit Autos und deren bekloppten Fahrer. Wobei mir einfällt: Wie schwer kann es sein, sein Gefährt einigermaßen fortschrittmäßig und sicher auf zwei bis drei Fahrbahnen zu bewegen – zumal der Besitz einer amtlich bestätigten Erlaubnis eben dieser Tätigkeit wohl als gesichert unterstellt werden darf. Idioten halt. Der Weg über die Landtrasse war dann auch weniger nervend; länger, aber weniger nervend.

Und dann kam auch schon der erste Triumph des Abends: Niels 1 : Hannover 0. Ich habe mich nicht verfahren, nicht einmal (wobei besonders die Tatsache hervor zu heben ist, dass ich nicht den Messe Ost mit Ostschnellweg verwechselt habe. Gut, ich kam aus der anderen Richtung…). Das Hochgefühl hielt dann aber nicht wirklich lange an, bedingt durch die Baustellen-Landschaft der niedersächsischen Hauptstadt (doofe Fahrzeugführer verstehen sich in einer solchen Situation von selbst) und das Ambiente des Fährmannfestes.

Mir war das insgesamt zu alternativ: Komische Leute, eine Hundertschaft von Hunden aller Art (man sollte meinen, der durchschnittliche Drogen-Konsument hätte eine immanente Abneigung gegen mobile Bio-Drogendetektoren…jaja, ich weiß: Alles nur Vorurteile – trotzdem stimmt's) und leider spielte das Wetter noch immer nicht mit, ab und zu verscheuchte ein Schauer viele Zuschauer (von denen weniger anwesend waren, als mir von gewissen Bandmitgliedern vor Wochen schon angepriesen worden waren).

Musikalisch war seedcake einfach nur geil: Fetter Sound, Instrumente, die man klar raushören konnte und cooler Gesang; dieser Auftritt hat mir fast noch besser gefallen, als der letztes? Jahr in Berlin. Hat echt Spass gemacht, dabei Zuhörer zu sein. Wobei, besser ist meine Stimmung dadurch auch nicht geworden.

Dannach wurde sie noch schlechter: Hannover Robust betrat, bzw genauer gesagt, bevölkerte die Bühne: 19 Rapper aus den fiesesten Ghettos von Hannover (eine Herkunft, die durch den Umstand, dass schon der schöne Teil von H nach "fiesem Höllenloch" anmutet, nicht gerade besser wird). Bevor ich mich jetzt wieder über die Scheiße aufrege und halb lachend, halb weinend den Kopf über den Anschein nach 16 jährige Rapper, die ohne Probleme in den Kofferraum eines Megane Coupe passen würden, gegen verschiedene Wände hauen werde, soll dieser Artikel einfach mit einem knappen "Die Jungs bringen es einfach nicht!" enden. Echt, die Texte, da bekommt von Existenz-Ängste…

Mr. und Mrs. Smith

Vorweg: Solche coolen Filme können nur aus den USA kommen, denn hierzulande wäre eine derartige Story gar nicht möglich – und nicht nur, weil "Herr und Frau Schmidt" wesentlich weniger cool klingt. Wenn das Ehepaar z.B. mittels verschiedener kleinkalibriger Waffen versucht, den gesamten ersten Stock zu renovieren, kann man in Deutschland den Erfolg eines solchen Unternehmens durchaus verneinen (während man in Film durchaus ansprechende Resultate beobachten kann), denn einheimische Bauvorschriften und Massiv-Wände sorgen dafür, dass dem Zerstörungswerk zumindest sehr enge Grenzen gesetzt sind.

Überhaupt, wichtige (Naja, wohl eher nicht wichtig. Aber schon lustig.) Story-Elemente würden sich hierzulande vollkommen anders Entwickeln: Nachbarn, die vom Krach angelockt herbei strömen und dann erfahren, dass der Grund all dessen wilde Sex-Abenteuer gewesen sein sollen (bei fünf bis sechs Jahre Verheirateten…is' klar…), würden z.B. in Hannover oder Essen erst recht die Polizei rufen (und nicht den örtlichen Hausschutz), die beiden wegen Unzucht (und was einem sonst noch alles einfällt) anzeigen und dannach die gesamte Nachbarschaft mit Gerüchten überziehen. Die Amerikaner scheinen da ja offener zu sein…ok, bei GTA: SA regen sich die Leute über den Sex auf, während der kleine (wenn man das Spiel spielt [scheiß Satz] fällt das auch nicht wirklich auf) Gewalt-Anteil niemanden stört – aber egal.

Zurück zum gestrigen Film, der war nämlich lustig und ist unbedingt zu empfehlen. Ich hatte zwar erwartet, dass der Fokus des Films mehr auf sinnloser und exessiver Gewalt gegenüber Fremden seitens des Ehepaares liegen würde. Aber da habe mich geirrt, wobei dieser Umstand den Film in keiner Weise schlechter macht; ich hatte halt nur dank des Trailers eine Vorstellung vom Story-Ablauf.

Egal, die Gewalt ist geblieben, coole Sprüche fallen auch am laufenden Band und die Charaktere sind gut besetzt. Ich mag sogar Mrs. Smith, obwohl ich Angelina Jolie sonst eher als …häßlich wäre in zu starkes Wort…eher unattraktiv bezeichnen würde; der Hinweis von gestern Abend, dass sie nicht schauspielern kann, ist zwar nicht völlig von der Hand zu weisen, jedoch zeigt der Film, dass es reicht, wenn sie einfach nur sie selbst ist, dann nimmt man ihr das Mörderweib durchaus ab. Brad Pitt passt auch in seine Rolle, nur von seinem (Film-)besten Freund hätte ich mehr erwartet, jetzt zwar nicht auf der schauspielerischen Ebene, aber von den Sprüchen war es dann doch arg wenig – was umso ärgerlicher ist, als diejenigen, welche er gemacht hat, zum überwiegenden Teil sehr lustig waren.

Zur Handlung will ich gar nicht viel mehr sagen (soviel Handlung gibt es jetzt ja auch nicht), also zum Schluss nochmal der Hinweis "Ab ins Kino" und wiedermal wichtige Dinge, die ich Dank Mr. und Mrs. Smith gelernt habe:

  • Minivans mit Schiebetüren auf beiden Seiten sind sehr, sehr cool
  • Für Menschenköpfe nimmt man das 10er Eisen
  • unbedingt den Hochzeitstag merken…naja, zumindes das Jahr
  • kaputte Stoss-Dämpfer sind böse
  • immer Variante A wählen

Madagascar

Pinguine sind fies, aber lustig. Und man sollte zu diesen Tieren immer freundlich sein. Jedenfalls ist das die wichtigste Lektion, die ich aus Madagascar mitgenommen habe.

Der Film ist wirklich lustig, ich habe Tränen gelacht.

Die Fantastischen Vier

Vorne weg: Fantastisch war an diesem Film nichts. Meiner bescheidenen, aber auf diesem Blog natürlich maßgeblichen Meinung, müssten die vier "Die mittelmäßigen Durchschnittstypen deren Zahl nicht weniger als drei ist, wobei aber die fünf schon zu viel des Guten ist". Umgehauen hat mich der Streifen gestern nicht, aber das hat bis auf den ersten Blade auch noch keine Marvel-Comic-Verfilmung geschafft.

Was ich in dem Zusammenhang nicht verstehe: Warum sind die Handlungen und die Charaktere immer so platt? Ok, Blade ist raus, ist 'ne sehr coole Parodie, da sind die Stereotypen unterhaltsam und machen Spass. Aber was ist mit den X-Men? Die Comics haben mehr Schmalz als "Verliebt in der Berlin" (hab' ich noch nie gesehen, sind also bestimmt böse Vorurteile von mir…egal) und wenn man sich die Phoenix-Storyline durchliest, versteht man das nicht. Spiderman? Die Klon-Ära kann man ja überspringen, aber solche coolen Schurken wie Venom oder Carnage tauchen nie auf, versteht man auch nicht. Und über den Hulk und der Konflikt zwischen Genie und Monster reden wir besser erst gar nicht, versteht man sowieso nicht.

Das Comics von Alan Moore oder aber Neil Gaiman nicht verfilmt werden (über die Liga breiten wir hier mal den Mantel des beschämten Schweigens) geht mir erst recht nicht in den Kopf: Plausible Charaktere, saugeile Handlungsbögen, alles, was man von einem anspruchsvollem Film erwarten könnte. Aber nein: Comics = simple = Blauklotz-Charaktere. Alles scheiße halt… ":-)"

Aber zurück zu den Fanta 4: Wenn es eine Sprüchekasse für Filme geben würde, müssten Ben Grimm und Kollegen kräftig einzahlen. Was die Drehbuch-Autoren da an platten Sprüchen und Gags eingebaut haben, ist darüberhinaus größtenteils witzig; sowas kommt ja auch nicht häufig vor.

Die Spezialeffekte hauen einen zwar nicht um, erfüllen aber ihren Zweck. Diese Aussage gilt auch für die Handlung des Films, die wie in schlechten DC-/Marvel-Crossover-Comics eigentlich nur dazu dient, dass die Helden coole Sprüche ablassen können und, nicht zu knapp, von einer verbalen Konversation auf eine physische überwechseln können.

Was bleibt: Mal wieder seichte Popcorn-Unterhaltung, die aber ihr Geld im Großen und Ganzen wert ist.
Was noch bleibt: Die Hoffnung, mal tiefgründige Comic-Verfilmungen zu sehen.

11:14

Zuerst einmal an Dennis: Die junge Frau ist schon 25 Jahre alt! Und Julian: Du hattest Recht, der Typ spielt in "Band of Brothers" mit.

So, jetzt zum Film…oder doch noch nicht: Auf meinem Weg nach Hause habe ich 5 Brücken (+ einen Tunnel) passiert und konnte nicht anders als jedesmal etwas zu bremsen und nach oben zu schauen – böse Nachwirkungen eines guten Films.

So, hier kleine Pause. Grund: Aikos Server ist nicht wirklich kooperativ und bearbeitet Anfragen nur langsam und widerwillig. Egal, morgen mittag geht's hier weiter ":-)"

So, weiter geht's (Aikos Außreden kann man ja unten nachlesen ":-)"…): In 11:14 geht es darum, dass zu Anfang des Films einem jungen Mann ein Mensch auf die Frontscheibe fällt (kurz nachdem er eine Brücke passiert hat, deswegen die Paranoia meinerseits). Die Strasse, auf der dies passiert, ist dafür bekannt, dass es dort immer wieder zu Wildunfällen kommt, wie eine Frau mittleren Alters erklärt, die kurz nach dem Unfall vorbeikommt und freundlicherweise gleich die Polizei ruft, um dannach wieder zu verschwinden. Da der Fahrer recht alkoholisiert ist und einen Menschen getötet hat, macht er, was jeder in dieser Situation machen würde: Er bereitet seine Fahrerflucht vor… ":-)"

Der Film besteht aus mehreren solcher Episoden, die alle um die gleiche Uhrzeit ihren Höhepunkt finden: 11:14 pm. Immer, wenn diese Zeit erreicht ist, wird der Film quasi zurück gefahren und zeigt die Handlungen, die vorher geschehen sind, aus dem Blickwinkel einer anderen Person/Gruppe. Gleich an allen Episoden ist, dass alle Hauptdarsteller…nicht wirlich gute Menschen sind. Ja, dabei belasse ich es mal, wer mehr wissen will, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen.

Ich habe in dem Film sehr viel gelacht, wobei der Humor sehr, sehr schwarz und trocken ist; dazu zählt, dass derTod bzw. das Wie des Todes immer sehr bizarr dargestellt wird. Wer also über sowas nicht lachen kann: Hände weg von diesem Film.

Irgendwie ist 11:14 auch eher ein Film für einen lustigen DVD-Abend mit trashigen Filmen, wo er sich in der Gesellschaft von der "Killerhand" sehr wohl füllen dürfe.

Aber der Film ist natürlich auch lehrreich und moralisches, deswegen folgende Hinweise:

    Vorsicht bei Brücken – Herabfallende Tote voraus
    Nie aus einem fahrenden Auto heraus pinkeln (jedenfalls nicht als männliches Mitglied der Bevölkerung
    Sex auf dem Friedhof = auch 'ne doofe Idee

Das war jetzt schon der dritte gute und dazu lustige Film bei einer sneak in Folge – geradzu unheimlich. Das dachte sich wohl auch das Cinemaxx, deswegen wird die sneak jetzt auch auf Montag, 20 Uhr verlegt. Egal, man sehen, was die Zukunft in dieser Kategorie bringt

Kein Knabberzeug im Haus

Hmm, sowas nervt: Man hat Hunger, geht in die Küche und möchte sich Popcorn machen, es fängt an zu poppen, alles richt gut aber dann läuft irgendwas schief.

Alles riecht komisch, schwarzer Rauch steigt aus dem Topf aus und das nächste was man macht ist eine große Literzahl Wasser in den Topf zu kippen, um einen Großbrand in der Ortschaft zu verhindern. ":-)" Doof, doof, doof.

Nachdem diese lebensbedrohliche Situation abgewendet war, stellte ich fest, dass im ganzen Haus keine weitere Knabbereien vorhanden sind.

Das Ende vom Lied: Niels ist einen gesunden Apfel, der sogar geschmeckt hat. Vielleicht der Beginn einer Umstellung meiner Ernährung…naja, vielleicht auch nicht.